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Chronik von 1971 bis 1979

Aktualisiert (Montag, den 03. Mai 2010 um 08:13 Uhr) Geschrieben von: kai Montag, den 03. Mai 2010 um 08:11 Uhr

Auch das Jahr 1971 stand wieder im Zeichen des DMV-Bergpreises. Mit über 200 Wagen und über 100 Motorrädern waren neue Rekorde in Sicht. Walter Lehmann setzte mit 2.08,7 min. und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 106,01 km/h Maßstäbe für die darauffolgenden Jahre.

Mit über 10.000 Zuschauern und einer gewohnt guten Organisation war auch der 4. Bergpreis ein Erfolg.

Im Dezember erhielten die MSF die Zusage, dass es 1972 Läufe zum OMK-Junioren-Pokal und

zum Deutschen Automobil-Berg-Pokal der ONS geben würde. Hierbei war erstmals Walter Steinmann als Rennleiter verantwortlich.


Auch das Jahr 1971 stand wieder im Zeichen des DMV-Bergpreises. Mit über 200 Wagen und über 100 Motorrädern waren neue Rekorde in Sicht. Walter Lehmann setzte mit 2.08,7 min. und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 106,01 km/h Maßstäbe für die darauffolgenden Jahre.

Mit über 10.000 Zuschauern und einer gewohnt guten Organisation war auch der 4. Bergpreis ein Erfolg.

Im Dezember erhielten die MSF die Zusage, dass es 1972 Läufe zum OMK-Junioren-Pokal und

zum Deutschen Automobil-Berg-Pokal der ONS geben würde. Hierbei war erstmals Walter Steinmann als Rennleiter verantwortlich.

Die AvD-Gymkhana wurde im Juli und am Michelsmarkt in Reichelsheim von den Motor-Sport-Freunden mit reger Beteiligung durchgeführt.

Für die beste Pressearbeit wurde, wie im Vorjahr, der MSF-Pressereferent Horst Müller beim Gymkhana-Ball ausgezeichnet und erhielt einen Sonderpreis des AvD.

Erfolgreichstes Clubmitglied bei nichtgenehmigungspflichtigen Veranstaltungen war Georg Steinmann, mit seinem Fahrer Klaus Bauer ( MSVg. Hammelbach), der den Odenwald-Pokal in der Einzelwertung erringen konnte. Hessenmeisterin bei den Damen wurde Marion Müller.

 

Auf der Jahreshauptversammlung am 15.1.1972 im Gasthaus „Zum Laternchen“ konnte somit auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt werden. So wurden Vorbereitungen für das 20. Jubiläumsjahr und dessen Veranstaltungen getroffen. Des weiteren wurde von uns in Zotzenbach ein Grundstück erworben, was sich als  Meilenstein in der Vereinsgeschichte herausstellen sollte. Weiterhin wurden die Veranstaltungen Maskenball, Kindermaskenball, Rosenmontagsball, 5. DMV-Bergpreis-Zotzenbach, 16. Pfingststernfahrt-20 Jahre MSF, Jugendfahrrad-Turnier, 7. AvD-Gymkhana um den Chevron-Cup, 7. AvD-Gymkhana in Reichelsheim, Alten-und Versehrtenfahrt, DMV-Nachtorientierungsfahrt, Nikolausfeier, Kameradschaftsabend und Jahreshauptversammlung ins Auge gefasst.

Die Vorbereitungen für das 5. Bergrennen begannen bereits im Januar mit der Streckensicherung, die erweitert und verbessert wurde. In diesem Jahr kam die clubeigene Beschallungsanlage erstmalig zum Einsatz.

Bei der Jubiläumsveranstaltung konnte mit 265 Wagen und 250 Motorrädern ein neuer Nennrekord erzielt werden. In diesem Jahr konnte der Bergrekord nicht verbessert werden, da das Wetter nicht mitmachte.

 

Unter dem Motto „20 Jahre MSF-Zotzenbach“ führte im Jahr 1972 die 16. DMV-Pfingststernfahrt an der 680 Touristikfahrer teilnahmen nach Zotzenbach. Die bereits traditionellen Beiträge zur Verkehrssicherheit fehlten auch in diesem Jahr nicht. Weiterhin wurden 2 Gymkhana, die Alten- und Versehrtenfahrt und die Nachtorientierungsfahrt durchgeführt.

Beim Familienabend bedankte sich Adam Steinmann bei den Clubmitgliedern für die geleistete Arbeit. Als Clubmeister wurden Georg Steinmann, Walter Spitaler und Norbert Unger geehrt. Clubmeister bei den Touristikfahrern wurde Karl Mayer und in der Beifahrer-Wertung führte Anna Ellinger die Liste an.

Als erste Damenfahrerin der MSF erhielt Marion Müller die Auszeichnung für 5000 Touristik-Kilometer.

 

Das Jahresprogramm für 1973 sah als erste Veranstaltung ein Verkehrsseminar vor. Die neue StVO wurde kritisch betrachtet.

Der 6. Bergpreis wurde in diesem Jahr von 128 Motorrädern und 126 Wagen umkämpft. Leider wurde dieser Bergpreis von einem tragischen Unfall überschattet. Das Gespann Walter Joost / Werner Zundel kam von der Strecke ab und Walter Joost erlag seinen schweren Verletzungen.

Am Seifenkistenrennen zum Rimbacher Pfingstmarkt beteiligte sich die MSF-Jugendgruppe. Im Juni wurde erneut die Jugendverkehrsschule zusammen mit der Polizei in Zotzenbach aufgebaut. Hier konnten 148 Schulkinder unter Beweis stellen, dass sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen können. Auch in diesem Jahr waren die Streckenposten der MSF unter ihrem Obmann Karl Schmitt wieder viel unterwegs. Die Alten-und Versehrtenfahrt führte die Teilnehmer in diesem Jahr nach Neustadt / Weinstraße.

Das nächste bevorstehende Ereignis war die Nachtorientierungsfahrt als Lauf zum Odenwald-Pokal und als Entscheidungslauf zur Hess. DMV-Meisterschaft, die von Walter Eckert und Ralf Müller ausgearbeitet wurde.

Nach der Nikolausfeier folgte am 8.12.73 der traditionelle Familienabend mit Clubmeisterehrung.

In der DMV-Bergmeisterschaft konnten sich unter den ersten 18 Fahrern 7 MSF-Fahrer plazieren.

1973 wurde bei den Touristikfahrern Helmut Reinhard Clubmeister und den ersten Rang der Beifahrer konnte Theophilius Adeshoga für sich verbuchen.

Die Jugendgruppe um Harri Flatt und Alois Menschik umfasste mittlerweile 32 Mitglieder, die beim Besuch des Rundstreckenrennens in Hockenheim einen  bleibenden Eindruck mitnehmen konnten und in den Sommerferien ins Zeltlager fuhren.

Das Bergrennen im Jahre 1974 stand nicht zuletzt wegen der Ölkrise, die den Motorsport dieses Jahres lahm legte, auf der Kippe. Es konnte jedoch nach zähen Verhandlungen 7 Wochen vor Start die Genehmigung erwirkt werden und so konnte am 16.3.74 der 7. Bergpreis ausgetragen werden.

Das erste clubinterne Seifenkistenrennen sah 24 Teilnehmer am Start. Die Nachtorientierungsfahrt Anfang November war mit 45 Teams gut besucht. Die „ Streckenmacher“ Walter Eckert und Georg Steinmann verschlüsselten die Route mit „ Chinese, Koordinatenangabe und mit Drehpunktskizzen“. Für den Nikolaus im Dezember wurden vom Vorstand 450 Päckchen geschnürt, die unter den Kindern verteilt wurden.

Unter dem Motto Jugendarbeit im Verein beschloss man auf der Jahreshauptversammlung (28.12.1974) Jutta Flatt, Thomas Römer und Peter Teuchmann als Jugendvertreter zu wählen. Adam Steinmann wurde für seine Wiederwahl und seine mittlerweile 10 jährige Vereinsführung ein Präsent überreicht.

 

Die Organisation des 8. Bergpreises 1975 wurde durch neue Auflagen und einen anderen Zeitplan etwas verzögert. Auch als das Wetter kurz vor dem Ereignis sich wenig frühlingshaft zeigte, blieben die MSF optimistisch und so konnte am Samstag bei herrlichem Frühlingswetter gestartet werden.140 Motorräder und 148 Wagen waren am Start. Direkt nach dem Rennen zog es einige Motorsportler nach Berlin zur 1. nat. Ostersternfahrt, auch mehrere Nachtorientierungsfahrten gehörten zum weiteren Programm. Am 15. Juni konnte die Jugend beim eigenen Seifenkisten-Derby ihr Können unter Beweis stellen. 30 Teilnehmer jagten über die 450 m lange Strecke. Anfang Juli konnten sich dann 24 Jugendmitglieder der MSF beim Jugendzeltlager von den Strapazen entspannen, obwohl eine Nachtwanderung von 5 Std. nicht unbedingt als Entspannung zu bezeichnen sein dürfte.

 

Ein Bericht der Presse unter der Überschrift „ Vom Nürburgring ins Motodrom Hockenheim-MSF Zotzenbach bei Streckensicherung aktiv “ zeigte einmal mehr, dass die Sicherheit an Rennstrecken auch von der Mithilfe der Vereine und deren Mitglieder abhängig ist. Neben den aktiven Fahrern, den Streckenposten und den Tourensportlern kamen auch die Fußgänger nicht zu kurz. Anfang September erkundeten 80 Wanderer den heimatlichen Wald und wurden auf der Sängerwarte von einem herzhaften Bauernfrühstück erwartet.

Die Alten-und Versehrtenfahrt 1975 war so gut frequentiert, dass 2 Omnibusse gechartert werden mussten.

Währendessen waren die Streckentüftler Werner Allert und Georg Steinmann schon wieder unterwegs, um die Nachtorientierungsfahrt, nach verschiedenen Verschlüsselungsmethoden, für die Starter möglichst schwer und interessant zu gestalten. Der Familienabend wurde von der Jugend als Stimmungsmacher bereichert. Bei der Clubmeisterehrung konnten erneut zahlreiche Ehrungen vorgenommen werden. Der erfolgreichste ONS-Fahrer war Walter Eckert.

 

Bei der Generalversammlung 1976 zeigte man sich großteils zufrieden mit dem vergangenen Jahr, man musste sich jedoch mit der zurückgehenden Zuschauerzahl beim Bergrennen auseinandersetzen.

Außerdem stand das 25 jährige Vereinsjubiläum an und so hatte man auch in diesem Jahr wieder eine große Aufgabe zu bewältigen. Die Faschingsveranstaltungen waren in Planung und konnten in Angriff genommen werden. Der Besuch der Eisspeedway-Weltmeisterschaft in Inzell wurde für über 30 MSF Mitglieder zum Erlebnis. „ Gewusst wie-Feuer aus “ so hieß das Motto unter dem sich die Streckensicherungs-Mannschaft mit ihrem Obmann Karl Schmitt und die freiwillige Feuerwehr Zotzenbach zusammenfanden, um eine Löschübung durchzuführen.

Der Int. 9. Bergpreis-Zotzenbach stand im Zeichen des neuen Streckenrekordes, der von MSF Mitglied

Walter Spitaler auf einem March-BMW Formel 3 aufgestellt wurde. In nur 1.58,5 min. jagte Spitaler die Strecke hoch und durchbrach zum ersten Mal die 2 Minuten Schallmauer.

Über ihre Klassenplätze freuten sich Erwin Heckmann 6., Jürgen Jöst 3., W. Kahlenberg musste sein Fahrzeug nach dem ersten Rennlauf mit Motorschaden abstellen.

Die MSF Gespannfahrer konnten sich mit Willi Heil (2.) und dem Gespann Schäfer / Lotzmann (14.) ebenfalls gut platzieren. Abschluss des Bergrennens war wieder der Streckenpostenabend, das gesellige Beisammensein und der Jugendausflug.

 

Im April wurde von über 50 Mitgliedern das Katastrophenschutzzentrum in Heppenheim besucht. Die MSF-Jugend war mit 30 Mitgliedern ins Zeltlager nach Junkerwald bei Schloss Nauses gefahren, bevor sie sich auf das Seifenkistenderby vorbereiten mussten. Am 29.8. wurde das 2. Zotzenbacher Seifenkistenrennen mit 35 jungen Startern begangen. Die Streckenposten waren erneut bei vielen Veranstaltungen im Einsatz. Nach den 100 Meilen von Hockenheim folgte der Große Preis von Deutschland, das DMV-Rundstreckenrennen und das Saisonfinale in Hockenheim. Die Kameradschaft sollte mit einem Ausflug gepflegt werden. So fuhr man unter dem Motto „ Paris ist eine Reise wert “ mit über 70 Teilnehmern in die französische Metropole.

Das Sportjahr 1976 wurde am 4.12. mit dem Familienabend abgeschlossen.

 

Das 25. Jubiläumsjahr 1977 begann man mit dem Maskenball, Kindermaskenball und Rosenmontagsball.

Wie gewohnt liefen auch schon die Vorbereitungen zum 10. Bergpreis mit einigen Verbesserungen und Änderungen. Die Streckensicherung wurde ausgebaut und die Beschallungsanlage wurde erweitert.

Das vorgesehene Motorradprogramm musste aufgrund neuer ONS-Bestimmungen reduziert werden.

Die zahlreichen Helfer um Rennleiter Walter Steinmann sahen auch bei der Jubiläumsveranstaltung ein reibungsloses Rennen. Schirmherr war der neue Landrat Dr. Bergmann und Streckensprecher Prof. Erbacher.

Willi Heil / Walter Riess konnten für die MSF den 6. Platz in der Gespannfahrerklasse belegen. Klaus Assmuth hatte als einziger Fahrer in Zotzenbach 10 mal genannt, wurde Klassensieger und erhielt einen Sonderpokal.

Die MSF-Fahrer errangen folgende Platzierungen: Erwin Heckmann 12., Herbert Hechler 1., Dietmar Kahlenberg 2., Jürgen Jöst 1., Willi Schmitt 3. und Willi Kahlenberg 4. Rang. Der Festabend zum 25. Vereinsjubiläum fand am Freitag den 17.6.77 statt und ein reichhaltiges Programm über das ganze Wochenende wurde zusammengestellt, Höhepunkt war der Auftritt von Cindy und Bert. Mit 530 Teilnehmern war die Jubiläumssternfahrt ein großer Erfolg. Das Seifenkistenrennen dieses Jahres war mit über 30 Teilnehmern erneut gut besucht.

Die Generalversammlung fand am 6.1.1978 statt. Zunächst wurde mit der Jugend ein 3-Tagesausflug nach München unternommen.

Das diesjährige Bergrennen fand am 18. / 19.3.78 statt. Die Beteiligung war, wie gewohnt, gut.

Auch beim Jugend-Trial konnten die Nachwuchsfahrer mit Ralf Steinmann, Siegfried Pancochar, Markus Wecht und Ralf Merker gute Plätze vorweisen.

Die Tourensportler der MSF waren auch in diesem Jahr bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten

Der 15.11.78 könnte als Geburtsstunde des Clubhauses betrachtet werden, über das bereits seit 1960 nachgedacht wurde.

 

Die Vorbereitungen in 1979 galt den Faschingsveranstaltungen sowie dem 12. Bergrennen.

Im Bereich Moto-Cross konnte Winfried Blesing gute Plätze belegen. Bei Bergrennen und Slalom-Veranstaltungen konnten Erwin Heckmann, Jürgen Hennig, Thomas Römer und Horst Mündle beachtliche Erfolge erringen. Das Jahr 1979 neigte sich dem Ende zu und wurde mit der Generalversammlung abgeschlossen, bei der die erste Fremdensitzung der MSF aus der Taufe gehoben wurde.